Schulpolitischer Abend GEW-Remscheid

Bericht Schulpolitischer Abend GEW-Remscheid am 1.3.2017

Etwa 50 Zuhörer trafen sich im Neuen Lindenhof mit Vertretern von 4 Parteien und 3 Vertretern des Remscheider Jugendrates zum engagierten Austausch und zum Blick in die Zukunft.
Gute Schule 2022

Diskussion Gute Schule 2022

Sven Wolf (SPD), Jutta Velte (Bündnis 90/ Die Grünen), Marcel Hafke (FDP) und Fritz Beinersdorf (Die Linke) saßen zusammen mit Anne-Marie Faßbender, Yakub Arslan und Ertugrul Altun vom Remscheider Jugendrat auf dem Podium. Moderiert wurde die Veranstaltung von Ralf Giefers-Krämer und Ute Brocke von der Remscheider GEW. Der Vertreter der CDU, Jens Nettekoven, musste leider absagen.

Die Landtagskandidat*innen  von SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, FDP und Die Linke nahmen Stellung zu Themen wie der OGS, Inklusion, Integration von Flüchtlingen und zur Weiterentwicklung der Gymnasien mit G8 oder G9. Für den Jugendrat forderte Anna Maria Fassbender, Schule als Lebensraum zu gestalten. Schüler*innen verbringen heute den gesamten Tag in der Schule. Daher muss Schule mehr Raum bieten für die Persönlichkeitsentwicklung. Schüler*innen dürfen nicht nur als möglichst schnell mit Wissen zu füllende Personen und als Wirtschaftsfaktoren gesehen werden, sondern soziale Aspekte müssen mehr Berücksichtigung finden.

Nicht nur die Remscheider Schullandschaft war im Publikum vertreten. Entsprechend engagiert und sachkundig waren die vorgetragenen Forderungen  und Fragen an die Politiker. Insbesondere beim Thema Inklusion schlugen die Wogen hoch und den Politiker*innen wurde von allen Seiten die derzeitige Überlastung des Systems Schule gespiegelt.  Die Schulen müssen deutlich besser ausgestattet werden mit qualifizierten Lehrer*innen, kleineren Lerngruppen, besseren Räumlichkeiten, Fortbildungen, Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams und vielen weiteren Komponenten.

Der Schulpolitische Abend endete nach guten 2 Stunden. Ein Fazit wurde am Schluss deutlich: Bildung ist ein Mehrwert und benötigt weiterhin „mehr Wert“. Dies ist ein deutlicher Appell an die auszubauende Finanzierung unserer Bildungslandschaft. Diese Aufforderung haben die Landespolitiker als Hausaufgabe mitgenommen.